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Fragen und Antworten

GDA

  1. Was ist GDA?

    GDA steht für „Guideline Daily Amount“ und bedeutet „Richtwerte für die Tageszufuhr“. Es handelt sich um Kalorien- und Nährstoffmengen, die sich auf eine tägliche Energiezufuhr von 2.000 kcal beziehen. Das entspricht den Empfehlungen für einen durchschnittlichen Erwachsenen in Europa.
    Je nach Geschlecht, Alter und körperlicher Aktivität können die individuellen Kalorien- und Nährstoffanforderungen höher oder niedriger sein. Wer sich viel bewegt, braucht in der Regel mehr Energie (Kalorien), wer viel sitzt, weniger. Die GDAs geben Richtwerte an und unterstützen den Verbraucher dabei, besser abzuschätzen, wie hoch seine tägliche Energie- und Nährstoffaufnahme sein sollte.Zum Seitenanfang

  1. Wie werden GDAs errechnet?

    GDAs unterstützen Verbraucher dabei, bewusste Entscheidungen in Bezug auf ihre Essenswahl zu treffen. Sie basieren auf dem angenommenen Kalorienbedarf eines durchschnittlichen Verbrauchers, der sich ausgewogen ernährt und berücksichtigen neueste ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse. Sie wurden in Zusammenarbeit mit europäischen Ernährungsexperten entwickelt.Zum Seitenanfang

  1. Wer hat die GDAs entwickelt?

    Die GDAs wurden aus wissenschaftlich anerkannten Ernährungsempfehlungen für Europa abgeleitet. Eine Arbeitsgruppe des CIAA (europäischer Industrieverband) hat dazu die EURODIET-Empfehlung, die EU Richtlinie zur Nährwertkennzeichnung sowie einzelne Empfehlungen anerkannter nationaler Ernährungsstudien herangezogen.Zum Seitenanfang

  1. Was ist der Nutzen von GDA?

    GDAs helfen Verbrauchern, Nährwertinformationen (auf Verpackungen im Lebensmittelmarkt, auf Broschüren, in Magazinen oder auf Websites) zu verstehen und das Wissen darüber bei der Auswahl geeigneter Lebensmittel mit einzubeziehen.Zum Seitenanfang

  1. Warum sind GDAs hilfreich für Verbraucher?

    Sie ermöglichen Verbrauchern auf einen Blick zu erkennen, wie viel Gramm eines bestimmten Nährstoffs in einer Portion eines Produkts enthalten sind. Außerdem geben sie Hinweis darauf, wie bestimmte Lebensmittel oder Getränke in den individuellen Essensplan passen. Mit Hilfe der GDAs kann der Verbraucher – während des Einkaufs oder zu Hause – bewusste Entscheidungen hinsichtlich seiner täglichen Ernährung treffen.Zum Seitenanfang

  1. Was ist der Unterschied zu RDA?

    RDA steht für Recommended Daily Amounts. Sie geben bei Vitaminen und Mineralstoffen an, wie hoch die Tagesdosis sein sollte. Diese Nährstoffe müssen in bestimmten Mengen aufgenommen werden, um die reibungslose Funktion von lebenswichtigen Stoffwechselreaktionen im Körper zu gewährleisten.Zum Seitenanfang

  1. Warum wurde die neue erweiterte Nährwertkennzeichung auf den Produkten eingeführt?

    Markforschungsergebnisse zeigen, dass Verbraucher detaillierte Informationen wünschen. Die Angaben müssen leicht zu verstehen und sichtbar sein, um beim Einkauf die richtige Wahl hin zu einer ausgewogenen Ernährung treffen zu können. Zusammen mit führenden Herstellern der Lebensmittelindustrie hat sich Kraft Foods entschlossen, die einheitliche Kennzeichnung in den nächsten Jahren europaweit auf seinen Produkten einzuführen. Dabei werden die bereits auf vielen Verpackungen eingeführten Nährwertangaben pro 100 g um Portionsangaben und um die Richtwerte für die Tageszufuhr erweitert. Da immer mehr Hersteller und Händler GDAs auf ihren Produkten bereitstellen, wird der Verbraucher zunehmend vertrauter mit diesen Informationen werden und sie nutzen können, um sich ausgewogen zu ernähren.Zum Seitenanfang

  1. Ist es verpflichtend GDAs auf Verpackungen anzugeben?

    Nein. Dennoch stellen viele Lebensmittelhersteller Informationen, die über die gesetzlichen Vorgaben der Nährwertkennzeichnung hinausgehen, auf Produktpackungen bereit, da sie für Verbraucher von großem Nutzen sind. GDAs geben zusätzlich den Gehalt von Nährstoffen in einer Portion eines bestimmten Produkts an. So kann der Verbraucher abschätzen, wie viel des Nährstoffs im Vergleich zur empfohlenen Tageszufuhr durch den Verzehr des Produktes abgedeckt ist.Zum Seitenanfang

  1. Wie ergeben sich die Portionsgrößen für die Kalorien- und Nährstoffangaben?

    Die Nährwerte werden bei größeren Verpackungen für eine durchschnittliche Portion, bei Portionspackungen pro Packung angegeben. Auf welche Menge sich die Angabe bezieht, steht direkt auf dem Label.Zum Seitenanfang

  1. Was bedeuten die Nährstoffe im Einzelnen?

    Nährstoffbezeichnung Was bedeutet das?
    Brennwert/Energie

    Lebensmittel und Getränke liefern Energie, sie wird in Kilojoule (kJ) oder in Kilokalorien (kcal) angegeben. Kilokalorien sind im Vergleich zu Kilojoule am gebräuchlichsten. 1 kcal entspricht ca. 4,2 kJ.
    Die einzelnen Nährstoffe liefern folgende Energiemengen:
    1g Eiweiß 17 kJ / 4kcal
    1g Kohlenhydrate 17 kJ / 4kcal
    1g Fett 37 kJ / 9 kcal

    1g Alkohol 30 kJ / 7 kcal
    Eiweiß/Protein Eiweiße oder Proteine sind wichtige Baustoffe für alle Körperzellen. Der Nährstoff besteht aus 20 verschiedenen Aminosäuren. Davon sind acht essentiell, d. h. man muss sie mit der Nahrung zuführen, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Eiweißquellen sind: Fleisch-und Wurstwaren, Fisch, Milch- und Eiprodukte, Getreide oder Hülsenfrüchte.
    Kohlenhydrate

    Kohlenhydrate gehören zusammen mit den Eiweißen und Fetten zu den Energiegrundnährstoffen. Wichtigste Quellen sind Obst und Gemüse sowie stärkehaltigen Lebensmitteln, wie z. B. Kartoffeln, Getreide, Nudeln und Reis.

    davon Zucker

    Dieser Wert gibt die Menge an Kohlenhydraten an, die dem Gesamtzuckergehalt entsprechen. Zucker ist in Obst, Gemüse und vielen süßen Produkten enthalten. 

    Fett

    Fette stellen wichtige Energiespeicher dar. Sie enthalten zum Teil essentielle Fettsäuren, d.h. man muss diese Fettsäuren mit der Nahrung zuführen, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. In dieser Eigenschaft und als Träger von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) sind sie lebensnotwendig für den Organismus. Zusätzlich zählen zu den Fetten die gesättigten Fettsäuren und die ungesättigten Fettsäuren, z.B. omega-3 und omega-6 Fettsäuren sowie die komplexen Fette, z. B. Cholesterin.
    Quelle für Fett sind z.B.: Öl, Butter, Margarine, Sahne, Käse, Fleisch, Wurst, Kuchen, salzige Snacks und Nüsse. 

    davon gesättigte Fettsäuren

    Gesättigte Fettsäuren sind neben einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren Bestandteil von Fetten. Sie stecken vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Wurst oder fettem Fleisch. Eine erhöhte Aufnahme von gesättigten Fettsäuren kann sich erhöhend auf den Cholesterin-Spiegel im Blut auswirken. 

    Ballaststoffe

    Der Verzehr von Ballaststoffen wirkt sich positiv auf Darmflora und eine geregelte Verdauung aus. Als unverdaulicher Bestandteil, liefern sie keine Kalorien und sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl. Müsli, Cerealien, Vollkornbrot, Gemüse, Hülsenfrüchte und Früchte sind ballaststoffreich. 

    Natrium/Salz

    Natrium reguliert zusammen mit Kalium, Chlorid und Kalzium den Wasserhaushalt des Körpers und hilft beim Transport von Nährstoffen und der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Natrium kommt in Lebensmitteln hauptsächlich in Form von Kochsalz, also Natriumchlorid (chemisch: NaCl), vor. Wer wissen möchte, wie viel Kochsalz in einem Produkt enthalten ist, kann dies aus der Angabe für Natrium leicht berechnen:

    Kochsalz (in g/100 g oder ml) = Natrium (in g/100 g oder ml) x 2,5.
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